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Wolfsburg von A - Z
A - D | E - H | I - L | M - P | Q - T | U - Z Alvar-Aalto-Kulturhaus Nach den Plänen des finnischen Architekten Prof. Dr. Alvar Aalto errichtet und 1962 eröffnet. Linien, einander senkrecht und waagerecht entgegenlaufend, kennzeichen die äußere Gestaltung des Gebäudes. Gelungene architektonische Ergänzung zum Rathaus. Es enthält die Stadtbücherei und einige kleine Geschäfte. Lohnend ist ein Besuch des Lesesaals der Stadtbücherei (Besonderheit ist die Beleuchtung: Lichteinfall von oben).Bereits in den 50 Jahren diskutierte man in der Stadt über eine Zusammenlegung verschiedener kultureller Einrichtungen. 1958 waren die Vorstellungen so konkret, dass mit einer Realisierung begonnen werden konnte. Zur Auswahl standen verschiedene Entwürfe für ein neues Kulturzentrum. Der Rat der Stadt entschied sich für das Konzept des Architekten Alvar Aalto. Baubeginn war im Jahre 1958, die Einweihung am 31. August 1962. Mit großer Selbstverständlichkeit hat Aalto seinen Bau dem Rathaus untergeordnet. Das Rathaus ist flächenbetont, das Kulturzentrum von der Plastik bestimmt. Der Bau zeigt alle Merkmale der persönlichen Arbeit des Architekten. Von ihm stammen die Entwürfe für Lampen, Türgriffe, Einbauschränke und vieles mehr. So zeigt sich unter anderem Aaltos Vorliebe für Oberlicht in vielen Varianten. Die Außen- und Innenbeleuchtung sind von einer sorgfältigen Zusammenstellung auffallender kostbarer Materialien bestimmt. Drei Natursteinarten geben der Fassade ihre farbige Wirkung. Weißer Carraramarmor, grauer griechischer Marmor und schwarzer schwedischer Marmor. Bei günstiger Beleuchtung erscheint die Fassade von einem metallischen Schimmer überzogen. Das Kernstück des Kulturzentrums bildet die Bibliothek, die in ihrer Gliederung fast einer Barockbibliothek entspricht. Beim Hinaufsteigen der Treppen in die obere Etage, fällt die breite Fensterfront und der Innenhof mit Sitzgelegenheiten auf. Gegenüber befinden sich die fünf großen Hörsäle. Als Besonderheit gilt die Feuerstelle im Gruppenraum. Einem geschlossenem Raum mit Schiebedach. Was das Gebäude auszeichnet ist Sorgfalt der Detaillierung sowie das Spiel mit Naturmaterialien (Marmor, Keramik, Ziegel, Holz). Dies verdeutlicht die mögliche Einheit von Architektur und Design. Das Alvar-Aalto-Kulturhaus gilt als das bedeutendste Bauwerk Alvar Aaltos auf deutschem Boden. AutoMuseum Volkswagen Legenden aus der Geschichte des Automobils, der Urkäfer, der VW-Bulli, der GOLF GTI - Technikgeschichte pur, zu entdecken im AutoMuseum Volkswagen. Auf 5.000 Quadratmetern über 130 Fahrzeuge – Rallyegewinner, Serienmodelle, Sonder- anfertigungen, Prototypen – zeigen wie Volkswagen Automobilgeschichte geschrieben hat. Eine Zeitreise durch das Universum eines Global Players. Fünf Themeninseln präsentieren nach dem Umbau 2001 Volkswagens Beitrag zur Industriekultur: „Kumpel Käfer“, Generation Golf“, Familie Volkswagen, „Transporter, die Nützlichen und die Angenehmen“ und Futurum Volkswagen“. Das Automuseum wurde erstmals im April 1985 eröffnet. AUTOSTADT Am 1. Juni 2000 , zeitgleich mit der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover, wurde die AUTOSTADT von VW-Chef Ferdinand Piéch, Kanzler Gerhard Schröder, Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel, VW-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer und Autostadt-Geschäftsführer Otto Ferdinand Wachs, als weltweit einzigartiges Projekt, eröffnet. Zukunftsorientiert, unkonventionell und innovativ begreift sich die Autostadt als neues Forum, das die Themen Auto und Mobilität auf neuartige und überraschende Art und Weise erfahrbar und erlebbar macht. Die Autostadt präsentiert sich als neues Erlebnis- und Kompetenzzentrum. Die Besucher können eine faszinierende Entdeckungsreise in die Welt des Automobils unternehmen, sich über die Pläne und Visionen des Unternehmens und seiner Marken informieren und hautnah an ihren neuesten Entwicklungen teilhaben. Der Volkswagen-Konzern investierte rund 850 Millionen Mark, um auf einem 25 Hektar großen Areal in einem Zeitraum von nur zwei Jahren direkt am Stammsitz in Wolfsburg dieses Weltforum der Automobilität zu errichten. Die Autostadt bildet im Nordosten Wolfsburgs einen eigenen Stadtteil mit Großbauten und Pavillons, Wasserstraßen und Brücken, Seen, Landzungen, Hügeln und Grünflächen. Urbane Elemente wie Marktplätze, Straßen, Verengungen und Erweiterungen schaffen ein lebendiges Stadtbild. Mit Anschluss an die Stadt Wolfsburg, den Bahnhof und den Kanal im Süden, das Volkswagen-Werk im Westen und das Schloss Wolfsburg im Norden präsentiert sich die Autostadt in bester Lage. Die Landschaftsplaner (Landschaftsarchitekten: Wehberg, Eppinger,Schmidtke & Partner) und Architekten (Architekt und Masterplaner: Gunter Henn) haben auf einem ehemaligen Industriegelände 22.000 Quadratmeter künstliche Wasserfläche angelegt, 120.000 Kubikmeter Boden bewegt, 650 Bäume, 2.500 Sträucher und Rosen, über 8.000 Bodendecker, Stauden und Wasserpflanzen sowie über 110.000 Blumenzwiebeln gepflanzt und eine Vielzahl von imposanten Gebäuden errichtet, um die belebte Landschaft in der urbanen Autostadt zu schaffen. Impressionen AUTOSTADT Eine völlig neue Stadt kennen lernen, wie beginnt man das? Kurt Tucholsky ging immer in die Apotheken. Manche suchen erst den Stadtpark auf oder das Künstlerviertel. Vielleicht sollte man im Falle der Autostadt mit der Erwähnung beginnen, dass hier in dieser Autostadt kein einziges Auto herumfährt. Die Idee der Autostadt ist die Idee der Heranführung an das individuelle Auto – im konkreten Idealfall an jenes neue Familienmitglied, das man kürzlich erst beim Volkswagen Partner bestellt hat und das man nun im Form einer freundlichen Zeremonie abholt. Herzstück dieser von aufwendig gestalteten Grün- und Wasserflächen durchsetzten Pavillon-Anlage sind die beiden gläsernen Auslieferungstürme - je 48 Meter hoch, Durchmesser von 28 Meter - mit einem Fassungsvermögen von je 400 Autos, die man als Vorverdichter der Freude betrachten kann. In gleichmäßig getakteter Geschwindigkeit werden die neuen Autos in Kundenhand überführt. Nun, zugegeben, Wolfsburg war bisher kein richtiger Publikumsmagnet, was touristische Attraktivität betraf, und so groß die Liebe zum neuen Volkswagen auch sein mochte – der Volkswagen Partner in der Nachbarschaft war halt doch näher als die Stadt am Mittellandkanal, wenn es um das Abholen des neuen Fahrzeugs ging. Außerdem konnten nur VW-Angehörige und VIP-Kunden ihr Auto direkt im Volkswagenwerk in Empfang nehmen. Jetzt sind alle VW-Kunden eingeladen, ihren Volkswagen in Wolfsburg in der Autostadt abzuholen. Es hat sich entlang der erfolgreichen Konzern-Entwicklung einiges an der Denkweise geändert, das Imperium der vielen Tochtermarken verlangt nach einer gehobenen Darstellungsform. Marktdurchdringung kann nicht das einzige Ziel eines verantwortungsvollen Unternehmens sein, schließlich hat das Auto als Gesellschaftsfaktor auch einen kulturellen Auftrag, der wahrgenommen werden muss. Die Autostadt erfüllt diesen auf vielschichtige Weise, zunächst einmal in Form eines liebevoll angelegten Parks mit Inseln, Brücken, Bäumen, zwischen denen die einzelnen Markenpavillions angesiedelt sind: Volkswagen, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Lamborghini und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Scania (als schwimmende Insel) und Bugatti werden folgen. Als das am weitesten ausgelegte Bauwerk erhebt sich – über eine kühngespannte Fußgängerbrücke (Stadtbrücke) direkt vom ICE-Bahnhof zu erreichen – das Konzernforum mit seinen gewaltigen, vertikal drehbaren Türlamellen. Durch sie gelangt der Besucher in ein 20 Meter hohes lichtdurchflutetes Atrium, wo er über nachtleuchtende Globusskulpturen wandelt, die der Künstler Ingo Richter in den Boden eingelassen hat. Mächtige Kuben (Rot Gelb Blau von Gerhard Merz) erwarten den Gast, wenn er über Rolltreppen an Höhe gewonnen hat. Attraktionen der filmischen und virtuellen Art stimmen ihn auf eine emotionale Konzern-Philosophie ein, die auf den Begriffen Qualität, Sicherheit, soziale Kompetenz und Umwelt baut. Man wird zur interaktiven Betätigung eingeladen und zu einer Reise durch den computeranimierten Kosmos, die in drei Simulatoren mit je 30 Plätzen abläuft. Hier sei erwähnt, dass man sich speziell Gedanken über die jüngsten Besucher gemacht hat, für die insgesamt vier spannende Bereiche auf 600 Quadratmetern für ca. 80 Kinder geschaffen wurden. Zum Beispiel: ein zwölf Meter hoher gläserner Motor, in dem sich Kinder auf vier Ebenen tummeln können. Besonders attraktiv: die Teststrecke, auf der Seifenkisten getestet werden können. Es kann schon sein, dass dabei mancher Vater im Eifer der Assistenz sein eigenes neues Auto vergisst. Das neue Auto ist unterdessen an übersichtlichen Terminals im Kunden Center abzuholen. Dank umfassender und modernster Logistik, die über das elektronische Netz NEWADA schon bei der Bestellung eingesetzt hat, treffen Autos, die aus Wolfsburg, Mosel, Emden, Hannover oder Puebla kommen, auf die Minute genau ihren Besitzer. Obwohl pro Tag 1000 Auslieferungen vorgesehen sind, wird jeder Kunde von einen persönlichen Betreuer individuell umsorgt. Das Gepäck, das den Anreisenden gleich bei der Ankunft am Bahnhof oder in der Autostadt abgenommen wurde, findet sich bereits wohl verstaut im Kofferraum. Hatten Sie einem schönen Tag? Wir wünschen Ihnen eine gute Heimfahrt. Altes Brauhaus zu Fallersleben An die alte Tradition der Bierbrauer erinnert heute noch das Brauhaus im Zentrum von Fallersleben. Seit 1987 befindet sich in dem im Schlosspark gelegenen "Alten Brauhaus" eine Erlebnis-Brauerei. Das Gebäude wurde 1765 errichtet. Am auffallendsten ist das gewaltige Mansardendach mit den vielen Lüftungsgattern, unter denen sich vier übereinanderliegende Trockenböden verbergen. Es sind die Darreböden, auf denen früher der Hopfen getrocknet wurde. Das Innere des Hauses ist bei der Renovierung fast unverändert geblieben. Die Brautradition in Fallersleben geht bis zum 16. Jahrhundert zurück. Die Herzogin Clara von Braunschweig und Lüneburg, die im benachbarten Schloss residierte, erließ bereits eine Brauordnung. BadeLand Das neue BadeLand ist das größte Schwimmbad der Region. Das Schwimmbecken hat eine Größe von 25 mal 50 Metern. Dieser Bereich ist zudem frei von jeder Sprunganlage, die ein eigenes Becken hat mit Drei- und Fünf-Meter-Brettern. Guckfenster, Regieraum und Kamera stehen den Trainern in Sprung- und 50-Meter-Becken für Lehrzwecke zur Verfügung. Die Tribüne bietet Platz für 150 Zuschauer und gleichzeitig Gelegenheit zum Aufwärmen: Die Steine nämlich dienen als aufheizbare Sitzgelegenheiten. Zum Spaß- und Wellnessbereich gehören Großrutschen mit 150 Metern Länge und elf verschiedene Saunen, Wellenbecken, Außenbecken, Wildwasserlauf, Masseagebecken etc.. Durch den kompletten Neubau anstelle einer Erweiterung entsteht auf 16.400 Quadratmetern eines der durchdachtesten und umfassendsten Angebote für Freizeit in Verbindung mit Wasser, Sport, Erholung und Unterhaltung für die ganze Familie. Das Bad ist dreimal so groß sein wie das alte Wolfsburger Badeland. „Wenn also der Vater stramm seine 1000 Meter abspult, die Mutter sich im Warmbereich ausruht und der Jüngste die Riesenrutsche herunterrast, können sich beispielsweise die Großeltern im Saunabereich tummeln, der elf Möglichkeiten des Schwitzens bietet. Zugleich könnte ein weiterer Verwandter das Restaurant mit Außen- und Innenbereich besuchen, um dort Essen und Trinken zu genießen. Burg Neuhaus Die mittelalterliche Wasserburg im Ortsteil Neuhaus wurde im 14. Jahrhundert im Lüneburger Erbfolgekrieg als "Neues Haus Vorsfelde" vom Welfenherzog, Magnus dem Jüngeren, und der Stadt Braunschweig gebaut. Im Jahre 1371 stand Welfenherzog Magnus der Jüngere von Braunschweig plötzlich ohne Schloss oder Burg da. Auf der Wolfsburg saßen die Ritter von Bartensleben und hatten sich zudem die Burg Vorsfelde des Herzogs einverleibt. Da das "Alte Haus Vorsfelde" besetzt war, ließ Magnus unverzüglich mit Geldern der reichen Braunschweiger das "Neue Haus Vorsfelde" errichten. An strategisch günstiger Stelle auf einem flachen Felsmassiv am Hehlinger Bach oberhalb der Allerniederung ließ er sich eine Felsenburg gleichzeitig als Wasserburg errichten, die heute noch als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Wasserburgen im norddeutschen Raum gilt. Deutlich wird bei der Besichtigung der Burg Neuhaus auch der Unterschied zwischen der Prunkliebe der Renaissance (Schloß Wolfsburg) sowie der rauhen Welt des Mittelalters und der Ritter. Neuhaus stellt den seltenen Typ einer Höhen und (ehemals) von Gräben umgebenen Wasserburg dar, die sich gegen die eigenen Lehensleute, die Herren von Bartensleben, gut verteidigen ließ. Die hatten sich im sogenannten Lüneburger Erbfolgekrieg auf die Seite des Herzogs von Sachsen geschlagen, der mit Magnus im Streit um das Herzogtum Lüneburg lag. 1372 kam es zur Schlacht bei Heßlingen. Das "Alte Haus Vorsfelde" wurde 1464 zerstört, Burg Neuhaus steht heute noch. Nach den zerstörerischen Angriffen des Grafen Vollrath von Mansfeld im Jahre 1552 brachen für die renovierte Burg Neuhaus friedlichere Zeiten an. Sie diente den Herzögen von Braunschweig als Verwaltungsmittelpunkt. In der Napoleon-Zeit endete die Aufgabe des Amtssitzes, danach war Neuhaus herzogliche Domäne, für landwirtschaftliche Nutzung verpachtet. Im Jahre 1981 ging die Burg in den Besitz der Stadt Wolfsburg über. Das Städtische Museum richtete in zwei Räumen, die zur ältesten Bausubstanz zählen, eine Dokumentation der Geschichte der Burg sowie des Amtes Neuhaus ein. Seit 1986 sind sie zu besichtigen. Gezeigt werden unter anderem das Modell der Burganlage sowie das Modell der Neuhäuser Amts-Wassermühle. Diese war stets eine wichtige Einnahmequelle des jeweiligen adligen Amtsdrosten. Leider fiel sie 1952 dem Bau einer Umgehungsstraße zum Opfer. Ferner werden Waffen des Spätmittelalters und Dokumente zum Leben der Menschen in der Zeit bis 1800 ausgestellt. Die breiten Wassergräben rings um die Burganlage sind längst zugeschüttet, nur der Haus- und Mühlenteich zeugt von der einstigen Wasserburg. Der Burgpark lädt ebenso wie das Museum zu einem Verweilen in Neuhaus ein. CinemaxX Vom Bielefelder Architekturbüro Poggenhaus und Mühl entworfenes modernes zweigeschossiges Glas-Stahl-Gebäude mit einer gläsernen Fassade und Eingängen zum Bahnhofsvorplatz hin. Besticht durch nüchterne, postmoderne Eleganz und sehr großzügige Raumzuschnitte. Moderne Architektur verleiht dem CinemaxX auch im Inneren ein ansprechendes, großzügiges Ambiente. 1.600 Plätze insgesamt in sieben Sälen, der größte Saal bietet 500, der kleinste 150 Besuchern Platz. Leinwände von 9 mal 20 Metern (180 qm) und von sieben mal 16 Metern machen zudem hervorragende Filmerlebnisse möglich. Geräuschlos gleiten wie im Theater schwere Vorhänge zur Seite, geben den Blick frei auf die nach innen gebogenen Leinwände und vermitteln den Eindruck, unmittelbar dabei zu sein. Modernste Technik, hohe Tonqualität und entsprechende Ausstattung der Säle und des großen Foyers mit einer Sky-Bar und einem tollen Ausblick auf Stadt und VW-Werk werden geboten. Bequeme Sessel im großen Reihenabstand lassen die Besucher an Sitzgelegenheiten eines Erste-Klasse–Jets denken. 135 Parkplätze sind im Hause vorhanden, zu dem auch noch das TRYP-Hotel gehört. Im Erdgeschoss befinden sich noch Geschäfte sowie internationale Gastronomie. Auf einer Grundfläche von 5.700 qm wurden sowohl das Multiplex-Kino als auch das Hotel errichtet. City-Centrum Porschestraße (Fußgängerzone) Die in den 50er Jahren entstandene vierspurige "Hauptgeschäftsstraße" Porschestraße benutzten im Jahre 1975 täglich 24 000 Kraftfahrzeuge. Die Porschestraße erfüllte weder die Funktion einer vollwertigen Geschäftsstraße noch die einer leistungsfähigen Verkehrsader. Die Stadt stand vor der Aufgabe, die richtige Lösung zu finden. Erklärtes Ziel für die Neuordnung der Innenstadt war es, für die Wolfsburger einen attraktiven Innenstadtbereich, ein Stadtzentrum, zu schaffen. Man entschied sich für die Konzeption der Fußgängerzone, die in der Porschestraße realisiert werden sollte. Im März 1977 begannen die Tiefbauten in der Porschestraße, Ende 1977 wurde mit den Hochbauten begonnen. Das erste Bauvorhaben wurde bereits 1978 fertiggestellt, der letzte Pflasterstein 1980 gelegt. Rund 15 Millionen DM wurden von der Stadt Wolfsburg für die Gestaltung der neuen Einkaufs- und Bummelstraße ausgegeben, weitere ca 20 Millionen DM wurden von privaten Investoren verbaut. Entstanden sind Terrassenrestaurants, Cafés und Biergärten, Gruppen von Sitzbänken, Zierbrunnen, eine Wasserlandschaft, Spielmöglichkeiten für Kinder, Schachbrettfelder, Überdachungen und dazwischen natürlich viel Grün und viele Blumen. Wolfsburg hat dadurch ein Zentrum bekommen, das attraktive Einkaufsmöglichkeiten mit interessanten Freizeit- und Kommunikationsmöglichkeiten verbindet. Ein Bummel über die "Po" ist für jeden Besucher obligatorisch! City-Galerie Wolfsburg Glasüberdachter Marktplatz für Handel Dienstleistungen und Gastronomie. Das Center befindet sich in zentraler Innenstadtlage, direkt im frequenzstärksten Bereich der Fußgängerzone Porschestraße. Die City-Galerie wurde im Herbst 2001 eröffnet.Insgesamt haben die Investoren, die deutsche Euroshop AG aus Frankfurt (90 Prozent) und das ECE-Projektmanagement aus Hamburg (10 Prozent), an diesem Standort rund 230 Millionen Mark investiert. In der City-Galerie präsentieren etwa 100 Fachgeschäfte auf drei Ebenen (Basement, Erdgeschoß,1. Obergeschoß) mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 20.000 Quadratmetern ein Branchenmix, der von Qualität und Vielfalt geprägt ist. 800 Parkplätze stehen auf zwei Parkdecks zur Verfügung. Der zentrale Lichthof misst 50 Meter in seiner Längs- und 20 Meter in seiner Querachse. ca. 600 Arbeitsplätze Heilig-Geist-Kirche Ev.-luth. Gemeindezentrum, Architekt Prof. Dr. Alvar Aalto, fertiggestellt Herbst 1962, Besonderheiten: Glockenturm im Stil eines Campanile, auch "Himmelsleiter-Turm" genannt. Der offene Glockenturm ist ein Symbol für die offene, neue Kirche. Deshalb soll der schlanke, weiße Campanile auch weiterhin gen Himmel weisen und sein Geläut soll und darf nicht verstummen. In einem Vorentwurf von 1959 gliederte Aalto die Heilig-Geist-Kirche in fünf Baukörper. Als Zentrum einen kleinen Platz , umgeben von Kirche und Gemeinde-haus zur Straße durch den Campanile – den Glockenturm – abgeschirmt. Der Innenhof steht als Kommunikationszentrum zur Verfügung. Charakteristisch ist die typische Fächerform der Gebäude, die auch am Alvar-Aalto-Kulturhaus wiederzuerkennen ist. Im Herbst 1962 sind Kirche, Gemeinde- und Pfarrhaus fertig. 1963-1965 folgte der Kindergarten. Östliches Sonnenlicht und eine gute Akustik geben dem Altarraum eine besondere Atmosphäre. Das Dach ist vom Altar aus geformt und verläuft ebenfalls fächerförmig. Interessant ist die Gestaltung des Taufsteins, der sich in einer Nische befindet, die durch ein Oberlicht beleuchtet wird. Gleichzeitig handelt es sich um eine Begrenzung des erhöht gelegenen Chores, der auf der anderen Seite durch die Kanzel abgeschlossen wird. Aalto entwarf auch in diesem Bauwerk viele Einrichtungs-gegenstände persönlich. So z.B. die Kerzenleuchter und die Kollektebox. Alvar Aaltos umfangreiche Erfahrung im Kirchenbau zeigen sich in Konzeption und Architektur der Heilig-Geist-Kirche. Hoffmann von Fallersleben "An meine Heimat dacht ich eben, drum schreib ich mich 'von Fallersleben." So verdeutlichte August Heinrich Hoffmann von Fallersleben die Verbundenheit zu seiner Heimat, zu seiner Geburtsstadt, in der er am 2. April 1798 geboren wurde. Die Familie war hier seit mehreren Generationen ansässig. Der Vater war Kaufmann und Gastwirt, im Nebenamt Bürgermeister. Der junge Hoffmann verlebte seine Jugendjahre im Vaterhaus. Der väterliche Garten mit der Gartenlaube war sein Lieblingsaufenthalt (heute Saal des Hoffmanhauses und Parkplatz). Alle Eindrücke, die Hoffmann in seinen weltbekannten Kinderliedern besingt, hatten in dieser Umwelt ihren Ursprung. Nach dem Besuch der Volksschule in Fallersleben ging Hoffmann nach Helmstedt auf das Pädagogikum. Auf dem Katharineum in Braunschweig bestand er die Reifeprüfung und studierte in Göttingen anfangs Theologie. Später wandte er sich der Altphilologie zu, ließ sich aber durch Jakob Grimm zum Studium der germanistischen Wissenschaft (Germanistik) anregen. In Bonn und Leyden setzte er seine Studien fort. Von der Universität Leyden wurde ihm die Doktorwürde verliehen. 1823 wurde er Bibliothekar an der Universität in Breslau, 1830 außerordentlicher und 1835 ordentlicher Professor der deutschen Sprache an der Universität Breslau. Durch seine "Unpolitischen Lieder" erregte er den Unwillen des Obrigkeitsstaates und wurde abgesetzt. Er kämpfte für ein einheitliches Vaterland Deutschland. Jetzt folgten für ihn ruhelose Jahre als politischer Flüchtling, denn sowohl die preußische als auch die heimatliche hannoversche Regierung verwiesen ihn ihres Landes. Am 26. August 1841 dichtet er auf Helgoland das Deutschlandlied. Nach vorüber-gehendem Aufenthalt in Mecklenburg, Bingen und Weimar fand er schließlich durch den Herzog von Ratibor, der ihn als Bibliothekar im Kloster Corvey anstellte, ein ihm zusagendes Arbeitsfeld und eine neue Heimat. Hier verbrachte er die letzten 14 Jahre seines Lebens. Er erlebte noch die Erfüllung der Deutschen Einheits-bestrebungen, für die er sein Leben lang gekämpft hatte. Am 19. Januar 1874 starb er. Er war ein Sänger des Volkes, Dichter, Denker und ein bedeutender Forscher und Gelehrter der deutschen Sprache. Büste Heinrich Hoffmann von Fallersleben vor dem Saal des Hoffmannhauses: Der berühmteste Einwohner: Heinrich Hoffmann von Fallesleben (1798 - 1874), Verfasser des Deutschlandliedes. Büste in Sandstein nach einer Vorlage von Professor Fritz Neuber, ausgeführt von Naturstein Billen, Wolfsburg. Kunstmuseum Das Kunstmuseum wurde am 28. Mai 1994 mit einer Ausstellung mit Werken von Fernand Léger aus der Zeit von 1911 bis 1924 eröffnet, die sich mit der postindustriellen Gesellschaft auseinandersetzen. Es wird von der Kunststiftung Volkswagen, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, getragen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Vermögen der Holler-Stiftung, München. Vom Architekten Prof. Peter Schweger aus Hannover als "Stadtloggia" geplant, gehört der Museumsbau zu einem städtebaulichen Gesamtkonzept und komplettiert den Bereich Theater, CongreßPark, Planetarium und Kulturzentrum und lässt ihn als Kulturmeile hervortreten. Kreise, Zylinder, Winkel und aufeinanderzulaufende Linien gehören zu den geometrischen Gestaltungselementen des Museums moderner, zeitgenössischer Kunst aus aller Welt in Wolfsburg. Die Geometrie, Maß und Proportionalität verleihen dem gesamten 17 Meter hoch aufragenden Bauwerk auf einer 8510 Quadratmeter umspannenden Grundfläche die Wirkung eleganter Leichtigkeit. Dieses wird auch durch die Baumaterialien Stahl und Glas unterstrichen. Der Museumsbau hat 70 Millionen DM gekostet. Tiefgarage mit 800 Einstellplätzen auf 2 Ebenen. Museumswohnung - ein Blick in die Vergangenheit Wie lebten die ersten Wolfsburger - und in welcher Wohnqualität? Welches Konzept lag der Wohnungsplanung zugrunde? Die im Herbst 2001 eröffnete Museumswohnung vermittelt die Wohnkultur der 40er Jahre aus erster Hand. Während sich Wolfsburg rasant zu einer modernen Dienstleistungsmetropole mit hohem Freizeitwert und großem Kulturangbeot entwickelt, werden in der Schillerstraße Nr.30 noch einmal die Gründerjahre zum Leben erweckt. Auf Initiative der Neuland Wohnbaugesellschaft mbH wurde eine kleine Wohnung mit Wohnküche auf den Zeitstand von 1942 zurückgebaut: original eingerichtet, ergänzt durch Zeitdokumente, Fotos und schriftlich fesgehaltene Erinnerungen. Ein lebendiges Stück Stadtgeschichte, direkt in der Innnestadt. Führungen in die Museumswohnung finden Sie hier. Phaeno Unmittelbar östlich des Wolfsburger Bahnhofsgebäudes soll das Science-Center entstehen. Nach den Plänen der irakischen Architektin Zaha M. Hadid (London) soll das als eine Magic-Box oder als rätselhaftes Entdeckungsobjekt konzipierte Gebäude 2004 eröffnet werden. Rat und Verwaltung der Stadt haben unzweifelhaft Mut bewiesen und einen avantgardistischen Entwurf akzeptiert, der Aufsehen erregen wird. Dieser Mut ermöglicht es Zaha Hadid, in Wolfsburg Ideen zu verwirklichen, die sie schon länger im Kopf mit sich herumträgt, die sie aber aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzen konnte oder wollte. Die in London lebende Architektin ist bekannt für ihre extravaganten Entwürfe. Immer wieder präsentiert sie überraschende Lösungen. Das gilt auch für das Wolfsburger Bauwerk, dessen Architektur schwierig zu beschreiben ist. „Starre und Schwere“ wird die Architektur von Zaha Hadid von Prof. Walter Nägeli beschrieben. Der Kampf zwischen Starre und Schwere umschreibt eine Grundfrage des Architektonischen. Gebäude bestehen aus Materialien, die Schwere besitzen und folglich die Tendenz haben, sich auf einem energetisch möglichst niedrigen Niveau einzurichten. Dieser Schwere tritt die Starrheit des Materials entgegen. Sie verhindert – zumindest für eine Weile – , dass die Bestandteile des Gebäudes sich dem angestrebten niedrigen Energieniveau nähern. Wie das geschieht, technisch wie räumlich, ist die allem Gebauten zugrundeliegende Frage. Jede Formfindung muss sich heute damit auseinandersetzen, wenn sich auch durch technische Möglichkeiten das Repertoire des Architekten unermesslich erweitert hat. Das „Phaeno“, wie das Phaeno genannt wird, ist einerseits ein (im Modell) massiv wirkender Bau. In der Realität wird ein hoher Anteil an Glas diese Massivität wieder aufheben. Ein auffallendes Element sind die „Cones" – eine Art konischer Stützen, die aus der Bodenplatte und aus der Decke des Bauwerks bis zu der jeweils darunter liegenden Ebene reichen. Gemeinhin bekannt ist, dass die Umsetzung der ehrgeizigen Hadid-Architektur mit der Verwendung ebenso anspruchsvoller Materialien einher gehen muss, was nicht ganz billig sein wird. Das Raumprogramm für das Gebäude gewinnt an Struktur. So wird es in dem der Porschestraße zugewandten Bein „Cones“ etwas geben, das den Arbeitstitel „Café/Bar/Vinothek“ trägt, mit 60 Innen- und 40 Außenplätzen. Das Ausstellungs-geschoss schwebt in einer Höhe von 6,50 Meter, kein Gedanke also, dass ein Tiefgaragen-Gefühl aufkommen könnte. Vom Zwischengeschoss aus wird nicht nur die Bar, sondern auch das Restaurant auf den Ebenen darüber versorgt. Für den kleineren Hunger und Durst wird es in einem weiteren Bein einen Kiosk geben. Ganz besonderer Art wird der „Supermarkt des Spielens, Lernens und Entdeckens für Jung und Alt“ sein, der gleichzeitig einen der Aufgänge zum Phaeno bildet: Auf mehreren Ebenen werden hier Bücher, Zeitschriften, Globen, Fernrohre und anderes rund um Naturwissenschaft und Technik zum Kauf angeboten werden. Ein Auditorium mit 260 Sitzplätzen für Veranstaltungen und die Reparaturwerkstätten werden ebenfalls in den Beinen zu finden sein, die durch große verglaste Flächen und gezielte Lichtführung offen und einladend wirken sollen. Auf einer Fläche von ca. 5.000 qm werden sich die Besucher auf den verschiedenen Plateaus der Ausstellungsebene bewegen, für Verwaltung werden hingegen nur ca. 300 qm zur Verfügung stehen. Niveauunterschiede und gestaltete Landschaften sollen auch die Besucher begrüßen, die vom Bahnhof oder aus der Stadt kommend mittels Leuchtbändern im Boden geleitet werden und verschiedene Möglichkeiten haben zum Phaeno und zur AUTOSTADT zu kommen. Am attraktivsten wird wohl der verglaste Gang werden, der durch das Gebäude hindurch auf die Stadtbrücke führt und einen Blick auf die Mitmach-Experimente freigeben wird. Die Stadt rechnet mit 260.000 Besuchern jährlich. Das Phaeno versteht sich als eine Experimentier-, Erfahrens- und Erlebnisstätte. Das weltweit erste „Exploratorium“ dieser Art wurde 1969 in San Francisco gegründet. Die Leitidee fürs Wolfsburger Center, für das ein genaues Programm noch erarbeitet werden muss, ist ein chinesisches Sprichwort: „Man hört und vergißt, man sieht und erinnert sich; man tut – und man versteht.“ Die Besucher können auf einer Fläche von knapp 5000 qm mit Begeisterung und Vergnügen naturwissenschaftliche und technische Phänomene entdecken und erforschen. Ob Jung oder Alt, jeder kann dort Spass am Ausprobieren und Erkennen naturwissenschaftlicher und technischer Phänomene haben. Unterschiedlich wird das Institut auch gegenüber reinen Technikmuseen sein, die vorrangig Sammlerstücke zeigen, die nicht berührt werden dürfen. über Spaß und Begeisterungsfähigkeit vermitteln will, sichert sich schon jetzt die Stadt für dieses neues Exclusivrechte an erstklassigen inhaltlichen Angeboten. Dazu gehört das Chemie-Projekt „SuperLap“ des Claustaler TU-Professors Dr. Georg. Für das Science-Center, das naturwissenschaftliche Grundlagen Schwedt. Das „SuperLab“ vermittelt spannend und anschaulich Chemie, indem es gewöhnliche Supermarktprodukte unter die Lupe nimmt. Populäre Versuche aus dem Experimentierkoffer fesseln das Publikum. Schwedts Ideen und Aktionen werden in das Mitmachlabor und das Wissenschaftstheater einfließen. Planetarium Wolfsburg In Wolfsburg steht Niedersachsens einziges Großplanetarium.Eröffnet am 1. Dezember 1983, 150 Sitzplätze. Mit modernster Technik wird im Wolfsburger Planetarium der Anblick des Sternenhimmels in Sonne, Mond und Planeten naturgetreu dargestellt. Myriaden von Glasfasern sorgen für über 9.000 funkelnd brillanten Sternen. Unzählige Mikroprozessoren steuern Spezialprojektoren und lassen in Sekundenschnelle Planeten durch Jahre und Jahrtausende springen. 50 Dia- und 2 Videoprojektoren gewähren atemberaubende Einblicke in kosmische Abläufe. So wird ein Besuch im Planetarium Wolfsburg im vollklimatisierten Kuppelraum und in bequemen Kippsesseln zum unvergesslichen Erlebnis. - Ständig wechselnde Programme -. Das Planetarium war ein Geschenk des Volkswagenwerks an die Stadt Wolfsburg zum 40-jährigen Jubiläum der Stadt im Jahre 1978. Das optische Instrumentarium aus Jena (Jenoptik) war Teil einer Gegenleistung der damaligen DDR aus den Kompensations-geschäften mit dem Volkswagenwerk (VW-Golfs für die DDR) Das Planetarium ist auch als Tagungs- und Kongreßstätte nutzbar. Rathaus, Bürgerhalle Das Rathaus ist ein Entwurf des Wolfsburger Architekten Titus Taeschner. Es wurde im Jahre 1958 eingeweiht, der Grundstein wurde schon 1955 gelegt. Besonders sehenswert sind die bronzene Rathaustür mit einer Kurzchronik der Stadt und dem Wolf als Türgriff, das Glockenspiel mit 24 Bronzeglocken (3000 Kilo Gesamtgewicht) von Professor Erich Reuter aus Berlin (programmierbar und manuell bedienbar), die Bürgerhalle (Fußboden zeigt den Stadtplan Wolfsburgs von 1958) und der Rats-sitzungssaal. Rathauserweiterung (Neues Rathaus): Entwurf Professor Schweger, Grundsteinlegung 9. Dezember 1991, Einweihung am 15. März 1994 jeweils durch Oberbürgermeister Schlimme und Oberstadtdirektor Prof. Lamberg. Langgestreckter fünfgeschossiger Stahlbetonskelettbau zwischen dem alten Rathaus und dem Kunstmuseum, der im 1. und 2. Stock durch eine Brücke mit dem alten Rathaus verbunden ist. Volksmund: (Beamtenlaufbahn). 9 500 Quadratmeter Bürofläche für 300 Stadtbedienstete, bürgernahe Verwaltung durch übersichtliche LCD-Anzeigentafeln, Aufrufanlage und großzügige Wartebereiche, Kosten ca. 43 Mill. DM. Schloss Fallersleben Das Schloss Fallersleben ist etwa zur gleichen Zeit wie das Gifhorner Schloss entstanden (16. Jahrhundert). Bauherr für beide Schlösser war Herzog Franz von Braunschweig und Lüneburg, der in jungen Jahren verstarb (mit 41 Jahren) und der hierzulande die Reformation einführte. Seine Gemahlin, die Herzogin Clara, erhielt das Fallersleber Schloss als Witwensitz und ließ es fertigstellen (1551). Sie lebte 30 Jahre in Fallersleben und hat den Ort sehr geprägt (Marktordnung 1573, Brauordnung, Münzrecht etc.). Das Schloss ist ein mittelalterlicher Fachwerkbau, der von einem Wassergraben umgeben war (Wasserburg?). In den letzten Jahren wurde das Schloss renoviert. Seit 1991 beherbergt es im 1. Stock ein Museum zur Geschichte deutscher Demokratie im 19. Jahrhundert (Hoffmann von Fallersleben-Museum). Dieses erzählt nicht nur die spannende Biographie des Dichters des Deutschlandliedes und hunderter von Kinderliedern, sondern in ansprechender z.T. spielerischer Form auch die Geschichte deutscher Dichtung und Demokratie im 19. Jahrhundert. Im 2. Stock ist eine Gemälde-Galerie mit Bildern von Franz Hoffmann von Fallersleben untergebracht. Auffällig sind die Holzschnitzereien, Malereien und Stuckdecken im obersten Stockwerk. Schloss Wolfsburg Das Schloss wurde als Adelssitz zu Beginn des 14. Jahrhunderts gegründet und stammt in seiner jetzigen architektonischen Gestalt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Es ist ein eindrucksvolles Beispiel der sogenannten "Weser-Renaissance". Die Gründerfamilie war das mächtige Adelsgeschlecht derer von Bartensleben. Mitte des 18. Jahrhunderts starben die von Bartensleben jedoch im Mannesstamme aus. So ging das Schloss dann im Zuge der Erbfolge an die Grafen von der Schulenburg über. Diese Familie besaß das Schloß bis 1942. Danach wechselte das Schloss öfter den Besitzer, bis 1962 die Stadt Wolfsburg stolze Besitzerin des Schlosses wurde. Seit dieser Zeit wird das Schloss renoviert und zu repräsentativen und kulturellen Zwecken genutzt. Empfangsräume (Gerichtslaube, Gartensaal, Kaminzimmer) Ab 1974 Städtische Galerie mit Kunstwerken aus der Kunst des 20. Jahrhunderts. - Ständig wechselnde Ausstellungen (Kunstverein Wolfsburg) – Das Stadtmuseum in den Schloßremisen gibt Einblicke in die Schloß- und Heimatgeschichte und zeigt regelmäßig Sonderausstellungen. - Konzerte im Antoniensaal oder im Schlosshof - Grafische Werkstatt, Druckwerkstatt, Künstlerateliers. Weitere Informationen zum Schloss: Steht auf Pfählen, Bergfried, Hausmansturm (49 m hoch, höchster Turm des Schlosses), Torflügel (Toreinfahrt mit den Wappen und den Rittern), Ritterhaus, Ostflügel mit der Freitreppe aus dem 19. Jahrhundert, Gerichtslaube, (Amtszimmer für Trauungen) Städtische Galerie (Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts, zugleich ein Museum für Gegenwartskunst, eine der großen überregionalen Sammlungen in Deutschland. Gesammelt werden Gemälde und Plastiken aus dem deutschsprachigen Raum, internationale Druck-grafiken und Kunst mit Fotos 'Fotomuseum'. Es wurden bereits Werke im Wert von über 12 Millionen Mark zusammengetragen. Im Schloss sind weiter zu finden:
Veranstaltungen im Schloss:
St. Annen-Kirche (ev.-luth.) Die St. Annen-Kirche war die Kirche des Dorfes Heßlingen, das bereits 1302 urkundlich erwähnt worden ist und das 1938 in die Stadt Wolfsburg eingemeindet wurde. Ursprünglich war die Kirche dicht umstellt von Wohnhäusern und Stallungen. Heute liegt sie, umgeben von dem alten Friedhof, am Berliner Ring und ist Pfarrkirche des Stadtteils Hellwinkel. Sie ist eine spätromanische Dorfkirche wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert (erste urkundliche Erwähnung 1302) mit einer typischen Dreigliederung des Baus und einer deutlichen Staffelung der Dächer. Die angebaute, halbrunde Apsis, als besonderes Kennzeichen des romanischen Stils, ist für die Dorfkirchen aus dieser Zeit selten. Die Kirche ist erbaut aus unbehauenen Velpker Sand- und Bruchsteinen. Sie diente als Wehrkirche, ihre Wände sind 100 bis 150 cm dick. Der wehrhafte Westturm mit dem hochgemauerten Giebel und dem Satteldach hat drei Schall-Luken und mehrere schmale Lichtschächte. In einer Türnische befindet sich eine über zwei Meter hohe Glasvitrine mit den Schätzen der St.-Annen-Kirche. Theater der Stadt Wolfsburg Das Stadttheater wurde nach den Plänen des berühmten Berliner Architekten Hans Scharoun errichtet, der auch in Berlin die Philharmonie entworfen hat. Das Theater ist ein reines Gastspieltheater, die Stadt unterhält kein eigenes Ensemble. Das bietet die Möglichkeit in ca. 140 Vorstellungen über 100 verschiedene Titel aus Oper, Operette, Schauspiel, Ballett, Musical und Konzert aufzuführen. Dazu kommen eigene Produktionen im Kindertheater (Weihnachtsmärchen). Das Theater hat ca. 800 Sitzplätze und wurde im Oktober 1973 eröffnet. Die Gestaltung des Theaters stellt eine Harmonie zwischen Natur, Bauwerk und Verkehr dar. Sie nimmt ebenso Rücksicht auf die Landschaft wie auf den bestehenden CongressPark, indem der Hauptbau (Zuschauerraum, Bühne und Nebenräume) in Beziehung zur Größe des CongressParks gebracht wurden. Das Foyer und dessen Nebenräume sind gewissermaßen architektonisch vorgespannt. Die Einheit am Hang des Klieversbergs endet dann mit den Parkplätzen oberhalb der Braunschweiger Straße. Das Theater ist neben seiner eigentlichen Bestimmung auch noch zu nutzen für Kongresse, Tagungen und Kunstausstellungen. Volkswagen Arena Ein Bauwerk in der Erlebniswelt für Sport und Erholung am Allersee ist die neue Fußballarena des VfL. Bis zu 30 000 Besucher und Schlachtenbummler finden in der neuen Arena erstligareife Bedingungen vor (22.000 Stitzplätze und 8.000 Stehplätze). Seit Mitte der 90er Jahre gab es bei der Stadt Pläne zum Stadionneubau. Durch den Aufstieg des VfL-Wolfsburg in die Fußball-Bundesliga am 11. Juni 1997 wurde der Ruf nach einem erstligareifen Stadion lauter.Am 18. Mai 2001 wurde der erste Spatenstich zum neuen Stadion am Allersee getan, und am 13. Dezember 2002 wurde die Volkswagen Arena dann im Rahmen einer großen Stadion-Feier eingeweiht. Wolfsburg AG - Erlebniswelt Ausgehend von der Autostadt werden zahlreiche neue Anziehungspunkte, Einkaufsmöglichkeiten sowie Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Kulturangebote in den nächsten Jahren in Wolfsburg entstehen. Alles zusammen bildet die Erlebniswelt Wolfsburg. Sie steht unter dem Leitgedanken „Motion/Bewegung“ und ist thematisch und räumlich in mehrere Schwerpunkt-bereiche/Projekte untergliedert. Themenschwerpunkt „Sport und Erholung“ im Allerpark Auf dem Gelände des ehemaliges "Italienerdorfs" in den 60er Jahren (es war damals die größte italienische Siedlung nördlich der Alpen), dass später als Bürozentrum von VW genutzt wurde, soll in den nächsten Jahren das Erlebniswelt-Projekt „Sport und Erholung“ am Allerpark realisiert werden. Das Motto des aktiven und sportorientierten Bereichs im Allerpark: „Menschen in Bewegung kennenlernen und ausprobieren oder einfach nur zuschauen“. Hier soll jeder seine physischen und mentalen Fähigkeiten und Grenzen erfahren können. Das geplante Stadion, das neue Bad im Allerpark und der Eispalast bilden die ersten sichtbaren Elemente. Entstehen sollen aber auch ein Trend- und Extremsport-Center sowie weitere Einrichtungen rund um das Thema Sport und Erholung. Für alle, die einmal den Alltag vergessen und sich so richtig verwöhnen lassen wollen, soll ein Wellness- und Erholungscenter Ziel sein. Beweglichkeit aktiv erleben, mitmachen oder einfach nur zuschauen und von der Action gefesselt sein – für alle wird etwas geboten.
Es wird überlegt, ob evtl. für die Ski-Arena ein Kompetenzzentrum Mountainbiking oder ein Indoor-Surf-Center oder vielleicht eine Kartbahn errichtet werden könnte. |
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Nach den Plänen des finnischen Architekten Prof. Dr. Alvar Aalto errichtet und 1962 eröffnet. Linien, einander senkrecht und waagerecht entgegenlaufend, kennzeichen die äußere Gestaltung des Gebäudes. Gelungene architektonische Ergänzung zum Rathaus. Es enthält die Stadtbücherei und einige kleine Geschäfte.
Legenden aus der Geschichte des Automobils, der Urkäfer, der VW-Bulli, der GOLF GTI - Technikgeschichte pur, zu entdecken im AutoMuseum Volkswagen. Auf 5.000 Quadratmetern über 130 Fahrzeuge – Rallyegewinner, Serienmodelle, Sonder- anfertigungen, Prototypen – zeigen wie Volkswagen Automobilgeschichte geschrieben hat. Eine Zeitreise durch das Universum eines Global Players.
Am 1. Juni 2000 , zeitgleich mit der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover, wurde die AUTOSTADT von VW-Chef Ferdinand Piéch, Kanzler Gerhard Schröder, Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel, VW-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer und Autostadt-Geschäftsführer Otto Ferdinand Wachs, als weltweit einzigartiges Projekt, eröffnet.
An die alte Tradition der Bierbrauer erinnert heute noch das Brauhaus im Zentrum von Fallersleben. Seit 1987 befindet sich in dem im Schlosspark gelegenen "Alten Brauhaus" eine Erlebnis-Brauerei. Das Gebäude wurde 1765 errichtet. Am auffallendsten ist das gewaltige Mansardendach mit den vielen Lüftungsgattern, unter denen sich vier übereinanderliegende Trockenböden verbergen. Es sind die Darreböden, auf denen früher der Hopfen getrocknet wurde. Das Innere des Hauses ist bei der Renovierung fast unverändert geblieben. Die Brautradition in Fallersleben geht bis zum 16. Jahrhundert zurück. Die Herzogin Clara von Braunschweig und Lüneburg, die im benachbarten Schloss residierte, erließ bereits eine Brauordnung.
Das neue BadeLand ist das größte Schwimmbad der Region. Das Schwimmbecken hat eine Größe von 25 mal 50 Metern. Dieser Bereich ist zudem frei von jeder Sprunganlage, die ein eigenes Becken hat mit Drei- und Fünf-Meter-Brettern. Guckfenster, Regieraum und Kamera stehen den Trainern in Sprung- und 50-Meter-Becken für Lehrzwecke zur Verfügung. Die Tribüne bietet Platz für 150 Zuschauer und gleichzeitig Gelegenheit zum Aufwärmen: Die Steine nämlich dienen als aufheizbare Sitzgelegenheiten. Zum Spaß- und Wellnessbereich gehören Großrutschen mit 150 Metern Länge und elf verschiedene Saunen, Wellenbecken, Außenbecken, Wildwasserlauf, Masseagebecken etc.. Durch den kompletten Neubau anstelle einer Erweiterung entsteht auf 16.400 Quadratmetern eines der durchdachtesten und umfassendsten Angebote für Freizeit in Verbindung mit Wasser, Sport, Erholung und Unterhaltung für die ganze Familie. Das Bad ist dreimal so groß sein wie das alte Wolfsburger Badeland.
Die mittelalterliche Wasserburg im Ortsteil Neuhaus wurde im 14. Jahrhundert im Lüneburger Erbfolgekrieg als "Neues Haus Vorsfelde" vom Welfenherzog, Magnus dem Jüngeren, und der Stadt Braunschweig gebaut. Im Jahre 1371 stand Welfenherzog Magnus der Jüngere von Braunschweig plötzlich ohne Schloss oder Burg da. Auf der Wolfsburg saßen die Ritter von Bartensleben und hatten sich zudem die Burg Vorsfelde des Herzogs einverleibt. Da das "Alte Haus Vorsfelde" besetzt war, ließ Magnus unverzüglich mit Geldern der reichen Braunschweiger das "Neue Haus Vorsfelde" errichten. An strategisch günstiger Stelle auf einem flachen Felsmassiv am Hehlinger Bach oberhalb der Allerniederung ließ er sich eine Felsenburg gleichzeitig als Wasserburg errichten, die heute noch als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Wasserburgen im norddeutschen Raum gilt. Deutlich wird bei der Besichtigung der Burg Neuhaus auch der Unterschied zwischen der Prunkliebe der Renaissance (Schloß Wolfsburg) sowie der rauhen Welt des Mittelalters und der Ritter. Neuhaus stellt den seltenen Typ einer Höhen und (ehemals) von Gräben umgebenen Wasserburg dar, die sich gegen die eigenen Lehensleute, die Herren von Bartensleben, gut verteidigen ließ. Die hatten sich im sogenannten Lüneburger Erbfolgekrieg auf die Seite des Herzogs von Sachsen geschlagen, der mit Magnus im Streit um das Herzogtum Lüneburg lag. 1372 kam es zur Schlacht bei Heßlingen. Das "Alte Haus Vorsfelde" wurde 1464 zerstört, Burg Neuhaus steht heute noch. Nach den zerstörerischen Angriffen des Grafen Vollrath von Mansfeld im Jahre 1552 brachen für die renovierte Burg Neuhaus friedlichere Zeiten an. Sie diente den Herzögen von Braunschweig als Verwaltungsmittelpunkt. In der Napoleon-Zeit endete die Aufgabe des Amtssitzes, danach war Neuhaus herzogliche Domäne, für landwirtschaftliche Nutzung verpachtet.
Die in den 50er Jahren entstandene vierspurige "Hauptgeschäftsstraße" Porschestraße benutzten im Jahre 1975 täglich 24 000 Kraftfahrzeuge. Die Porschestraße erfüllte weder die Funktion einer vollwertigen Geschäftsstraße noch die einer leistungsfähigen Verkehrsader. Die Stadt stand vor der Aufgabe, die richtige Lösung zu finden. Erklärtes Ziel für die Neuordnung der Innenstadt war es, für die Wolfsburger einen attraktiven Innenstadtbereich, ein Stadtzentrum, zu schaffen. Man entschied sich für die Konzeption der Fußgängerzone, die in der Porschestraße realisiert werden sollte.
Glasüberdachter Marktplatz für Handel Dienstleistungen und Gastronomie. Das Center befindet sich in zentraler Innenstadtlage, direkt im frequenzstärksten Bereich der Fußgängerzone Porschestraße. Die City-Galerie wurde im Herbst 2001 eröffnet.
"An meine Heimat dacht ich eben, drum schreib ich mich 'von Fallersleben." So verdeutlichte August Heinrich Hoffmann von Fallersleben die Verbundenheit zu seiner Heimat, zu seiner Geburtsstadt, in der er am 2. April 1798 geboren wurde. Die Familie war hier seit mehreren Generationen ansässig. Der Vater war Kaufmann und Gastwirt, im Nebenamt Bürgermeister. Der junge Hoffmann verlebte seine Jugendjahre im Vaterhaus. Der väterliche Garten mit der Gartenlaube war sein Lieblingsaufenthalt (heute Saal des Hoffmanhauses und Parkplatz). Alle Eindrücke, die Hoffmann in seinen weltbekannten Kinderliedern besingt, hatten in dieser Umwelt ihren Ursprung.
Das Kunstmuseum wurde am 28. Mai 1994 mit einer Ausstellung mit Werken von Fernand Léger aus der Zeit von 1911 bis 1924 eröffnet, die sich mit der postindustriellen Gesellschaft auseinandersetzen. Es wird von der Kunststiftung Volkswagen, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, getragen. Die finanziellen Mittel stammen aus dem Vermögen der Holler-Stiftung, München.
Wie lebten die ersten Wolfsburger - und in welcher Wohnqualität? Welches Konzept lag der Wohnungsplanung zugrunde? Die im Herbst 2001 eröffnete Museumswohnung vermittelt die Wohnkultur der 40er Jahre aus erster Hand. Während sich Wolfsburg rasant zu einer modernen Dienstleistungsmetropole mit hohem Freizeitwert und großem Kulturangbeot entwickelt, werden in der Schillerstraße Nr.30 noch einmal die Gründerjahre zum Leben erweckt. Auf Initiative der Neuland Wohnbaugesellschaft mbH wurde eine kleine Wohnung mit Wohnküche auf den Zeitstand von 1942 zurückgebaut: original eingerichtet, ergänzt durch Zeitdokumente, Fotos und schriftlich fesgehaltene Erinnerungen. Ein lebendiges Stück Stadtgeschichte, direkt in der Innnestadt. Führungen in die Museumswohnung finden Sie
Unmittelbar östlich des Wolfsburger Bahnhofsgebäudes soll das Science-Center entstehen. Nach den Plänen der irakischen Architektin Zaha M. Hadid (London) soll das als eine Magic-Box oder als rätselhaftes Entdeckungsobjekt konzipierte Gebäude 2004 eröffnet werden. Rat und Verwaltung der Stadt haben unzweifelhaft Mut bewiesen und einen avantgardistischen Entwurf akzeptiert, der Aufsehen erregen wird. Dieser Mut ermöglicht es Zaha Hadid, in Wolfsburg Ideen zu verwirklichen, die sie schon länger im Kopf mit sich herumträgt, die sie aber aus unterschiedlichen Gründen nicht umsetzen konnte oder wollte. Die in London lebende Architektin ist bekannt für ihre extravaganten Entwürfe.
Die Stadt rechnet mit 260.000 Besuchern jährlich.
In Wolfsburg steht Niedersachsens einziges Großplanetarium.
Das Rathaus ist ein Entwurf des Wolfsburger Architekten Titus Taeschner. Es wurde im Jahre 1958 eingeweiht, der Grundstein wurde schon 1955 gelegt. Besonders sehenswert sind die bronzene Rathaustür mit einer Kurzchronik der Stadt und dem Wolf als Türgriff, das Glockenspiel mit 24 Bronzeglocken (3000 Kilo Gesamtgewicht) von Professor Erich Reuter aus Berlin (programmierbar und manuell bedienbar), die Bürgerhalle (Fußboden zeigt den Stadtplan Wolfsburgs von 1958) und der Rats-sitzungssaal.
Das Schloss Fallersleben ist etwa zur gleichen Zeit wie das Gifhorner Schloss entstanden (16. Jahrhundert). Bauherr für beide Schlösser war Herzog Franz von Braunschweig und Lüneburg, der in jungen Jahren verstarb (mit 41 Jahren) und der hierzulande die Reformation einführte. Seine Gemahlin, die Herzogin Clara, erhielt das Fallersleber Schloss als Witwensitz und ließ es fertigstellen (1551). Sie lebte 30 Jahre in Fallersleben und hat den Ort sehr geprägt (Marktordnung 1573, Brauordnung, Münzrecht etc.). Das Schloss ist ein mittelalterlicher Fachwerkbau, der von einem Wassergraben umgeben war (Wasserburg?). In den letzten Jahren wurde das Schloss renoviert. Seit 1991 beherbergt es im 1. Stock ein Museum zur Geschichte deutscher Demokratie im 19. Jahrhundert (Hoffmann von Fallersleben-Museum). Dieses erzählt nicht nur die spannende Biographie des Dichters des Deutschlandliedes und hunderter von Kinderliedern, sondern in ansprechender z.T. spielerischer Form auch die Geschichte deutscher Dichtung und Demokratie im 19. Jahrhundert. Im 2. Stock ist eine Gemälde-Galerie mit Bildern von Franz Hoffmann von Fallersleben untergebracht. Auffällig sind die Holzschnitzereien, Malereien und Stuckdecken im obersten Stockwerk.
Das Schloss wurde als Adelssitz zu Beginn des 14. Jahrhunderts gegründet und stammt in seiner jetzigen architektonischen Gestalt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Es ist ein eindrucksvolles Beispiel der sogenannten "Weser-Renaissance". Die Gründerfamilie war das mächtige Adelsgeschlecht derer von Bartensleben. Mitte des 18. Jahrhunderts starben die von Bartensleben jedoch im Mannesstamme aus. So ging das Schloss dann im Zuge der Erbfolge an die Grafen von der Schulenburg über. Diese Familie besaß das Schloß bis 1942.
Das Stadttheater wurde nach den Plänen des berühmten Berliner Architekten Hans Scharoun errichtet, der auch in Berlin die Philharmonie entworfen hat. Das Theater ist ein reines Gastspieltheater, die Stadt unterhält kein eigenes Ensemble. Das bietet die Möglichkeit in ca. 140 Vorstellungen über 100 verschiedene Titel aus Oper, Operette, Schauspiel, Ballett, Musical und Konzert aufzuführen. Dazu kommen eigene Produktionen im Kindertheater (Weihnachtsmärchen). Das Theater hat ca. 800 Sitzplätze und wurde im Oktober 1973 eröffnet.
Ein Bauwerk in der Erlebniswelt für Sport und Erholung am Allersee ist die neue Fußballarena des VfL. Bis zu 30 000 Besucher und Schlachtenbummler finden in der neuen Arena erstligareife Bedingungen vor (22.000 Stitzplätze und 8.000 Stehplätze). Seit Mitte der 90er Jahre gab es bei der Stadt Pläne zum Stadionneubau. Durch den Aufstieg des VfL-Wolfsburg in die Fußball-Bundesliga am 11. Juni 1997 wurde der Ruf nach einem erstligareifen Stadion lauter.
Ausgehend von der Autostadt werden zahlreiche neue Anziehungspunkte, Einkaufsmöglichkeiten sowie Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Kulturangebote in den nächsten Jahren in Wolfsburg entstehen. Alles zusammen bildet die Erlebniswelt Wolfsburg. Sie steht unter dem Leitgedanken „Motion/Bewegung“ und ist thematisch und räumlich in mehrere Schwerpunkt-bereiche/Projekte untergliedert. 